Häufige Probleme bei der Stomaversorgung
Auch mit einer optimalen Versorgung können gelegentlich Schwierigkeiten auftreten. Wer die Ursachen versteht, kann diesen Problemen frühzeitig entgegenwirken.
Undichtigkeiten und Leckagen
Verstärkte Bewegung, ungeeignete Öffnungsgröße der Basisplatte oder unebene Hautfalten können dazu führen, dass Stuhl oder Urin unter die Platte gelangen. Ein sicherer Sitz der Versorgung und regelmäßiger Wechsel helfen, Leckagen zu vermeiden.
„Saugglocke“ – Stuhlanhäufung im oberen Beutelbereich
Bei manchen Beuteln sammelt sich der Inhalt oberhalb der Verschlussklappe, sodass sich ein Unterdruck bildet. Dadurch kann sich der Beutel von der Haut lösen. Ein integrierter Filter, der Luft entweichen lässt, reduziert dieses Risiko.
„Ballooning“ – Gasbildung
Wenn sich Luft im Beutel sammelt, bläht er sich auf. Das ist meist harmlos, kann jedoch störend sein. Ein Filter ermöglicht den Austritt der Gase. Sollten Sie trotz Filter regelmäßig unter Ballooning leiden, sprechen Sie mit Ihrer Stomatherapeutin.
Hautreizungen
Eine gesunde peristomale Haut ist entscheidend. Studien zufolge entwickeln mehr als 30 % der Stomaträger innerhalb der ersten drei Monate Hautprobleme. Aggressive Ausscheidungen, zu große Öffnungen oder unpassende Produkte können die Haut reizen. Hydrocolloid-Hautschutzplatten, wie sie von ConvaTec verwendet werden, bilden eine schützende Barriere, die Feuchtigkeit absorbiert und die Haut beruhigt.
Tipps zur Vorbeugung
- Überprüfen Sie vor jedem Wechsel die Stomagröße und passen Sie die Öffnung entsprechend an.
- Glätten Sie Hautfalten um das Stoma, bevor Sie die Basisplatte aufkleben.
- Wechseln Sie den Beutel regelmäßig, bevor er zu voll wird.
- Wählen Sie bei Bedarf einen Beutel mit Filter.
- Suchen Sie professionelle Unterstützung, wenn Hautveränderungen auftreten.
Je früher Sie auf Anzeichen von Problemen reagieren, desto besser können Sie Ihr Wohlbefinden schützen.
